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2.2 Pharmakologie und Anwendung der Chinarinde
  Die bekanntesten Eigenschaften des Alkaloids Chinin (ein sekundärer Pflanzenstoff) sind seine fiebersenkende und schmerzlindernde Potenz. Mittlerweile wird Chinin vor allem auch gegen Muskelkrämpfe jeglicher Ursache, insbesondere gegen Wadenkrämpfe, eingesetzt. Die muskelentspannende Wirkung des Chinins ist schon seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. Im Jahre 1916 gelang es, experimentell ausgelöste neuromuskuläre Krämpfe durch Chinin zu hemmen. Anhand weiterer Forschungsergebnisse um etwa 1930 kristallisierten sich dann zwei, die Muskelfunktion betreffende, Haupteffekte des Chinins heraus: eine nervenbezogene (neurotrope) und eine muskelbezogene (myotrope) Wirkung.
 
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